Mittwoch, 30. Juli 2008

Ein paar Fotos...

... hab ich bei Facebook hochladen koennen. Hier der Link:

http://www.facebook.com/album.php?aid=46986&l=a8d9e&id=609444621

Heute sind wir mit dem Bus nach Salta gefahren. Im Moment sind wir zu dritt. Ein Spanier, den wir vor drei Tagen kennengelernt haben, hat sich noch fuer ein paarTage zu uns gesellt. Nun sind wir noch ein bisschen skurriler, weil ich mit Enzo Englisch rede, was der Spanier nicht kann, dafuer aber Deutsch, was ich widerum mit ihm spreche, und die beiden Jungs natuerlich Spanisch miteinander...

Salta liegt noch einmal 4 Stunden Busfahrt noerdlich von Tucuman. Eigentlich wollten wir einen Bus nehmen, der durch eine landschaftlich reizvoller Strecke geht (fuer die ganz belesenen, durch Tafí de Valle und Cafayate), aber leider ging dortlang heute kein Bus. Trotzdem ist es hier ganz nett. Wir kommen langsam den Anden immer naeher. Jtzt sind wir wenigesten schon auf ueber 1.000 m Hoehe und der "Hausberg" hier hat knapp 1.500 m. Auf den wollen wir morgen mal krakseln. Ansonsten ist es wieder eine so tyisch sueamerikanische Stadt: der zenrale Platz ist gesaeumt von Kolonialbauten, es gibt mehrere sehr schoene Kirchen (hier ist mal eine Rot, in Tucuman war eine gelb ;-)) und die Strassen heissen in jeder Stadt gleich. Es gibt immer eine Avenida oder einen Plaza 9 de Julio (der Unabhaengigkeitstag), eine Avenida oder Plaza 25 de Mayo (noch ein Unabhaengigkeitstag - alle Historiker moechten mich jetzt verfluchen...) und dann diverse Avenidas mit Staedtenamen (beliebt sind Cordoba, Salta, Buenos Aires, Tucuman etc.).

Nachdem wir uns gerade ein ordentliches Parilla, naehmlich massig gegrilltes Rind (alle Teile davon - Steak, Rippchen, Niere, dann irgendein Stueck vom Darm, koennte aber auch Milz oder sowas gewesen sein), zugefuehrt haben, werd ich mich so langsam ins Bett kugeln...
Bis dahin. Buenos noches.

Dienstag, 29. Juli 2008

Und weiter geht's...

Es ist 9 Uhr morgens. Ich bin etwas geraedert, aber eigentlich ganz fit. Die letzte Nacht hab ich im Bus verbracht. Um Mitternacht ging dieser von Cordoba nach Tucuman. 8 Stunden. Naja, es waren nur 7,5. Und da wir noch friedlich in unseren Sitzen schlummerten, hat uns dann der freundliche Busfahrer mit "Vamos, amigos. Tucuman!" geweckt...

Noch ein paar Worte zu Cordoba. Nach dem anfaenglich eher nicht so tollen Eindruck, finde ich die Stadt nun sehr schoen. Am Sonntag hat Enzo ewig geschlafen (er hatte am Abend eine Flasche Bier getrunken - nur dass es hier Bier gleich in 1,5 Liter-Flaschen gibt...). Also hab ich mir meine Kamera geschnappt und bin alleine ins Staedtchen (etwas ueber 1 Mio. Einwohner, zweitgroesste Stadt in Argentinien). Das war eine suer Idee (=Findefuchs ;-)). Es war strahlend blauer Himmel und wenige Menschen unterwegs. Cordoba hat in der Innenstadt tolle koloniale Architektur. Viele Kirchen (ich glaube, so um die 5 oder 6), eine Kathedrale nd eine traumhaft schoene Uni. Diese ist die aelteste des Landes und wohl auch die rennomierteste in Suedamerika.

Nach der Rueckkehr ins Hostel sind wir dann (zu zweit), nach ein paar Empanadas (gefuellte Teigtaschen) zur Staerkung, nach Nuevo Cordoba (Neu Cordoba). Dort gibt es auch ein paar sehr schoene Kolonialbauten, eine grosse Kirche, ein Kunstmuseum und einen grossen Park. Mit platten Fuessen, aber nach einen echt tollen Tag, sind wir dann wieder ins Hostel und haben gekocht - allerdings shon um halb 8. Der "gemeine" Argentinier pflegt gegn 10 zu abend zu essen... Im Hostel haben wir ein paar nette Australier kennengelernt. Das war ganz nett, weil es komischerweise (aber auch angenehmerweise) recht wenige auslaendische Rucksackreisende gibt. Ich werde, gerade in Zentralargentinien und hier im Norden, wegen meines hellen Teints (und warscheinlich auch wegen meines grossen Rucksacks) oft angestarrt (und natuelich wegen meines rotglaenzendem Fell ;-)). Wenn man sich die einschlaegige Backpacker-Literatur durchliest, scheint es immer, als waere das hier das Normalste und die Leute sind dran gewoehnt. Kann ich jetzt nur sagen: sind sie nicht. Aber wir finden trozdem immer shoene Hostels, die zum Teil noch 10mal besser sind als die in Australien.

So, nun sind wir in Tucuman, nochmal noerdlicher von Cordoba, und wir naehern uns langsam Bolivien. Im Moment ist es leider bedeckt. Wo Enzo ist, weiss ich auch nicht. Er hatte Hunger, also ist warscheinlich auf der Suche nach Essen (er ist eigentlich immer auf der Suche - entweder nach Essen oder einem Klo...). Also heisst's jetzt erstmal Fruehstueck und dann schaun mer mal, was die Stadt so zu bieten hat :-)

Ich werd heute abend mal versuchen, ein paar Fotos hochzuladen, falls ich die Moeglichkeit dazu habe. Hier schein das Intenet etwas schneller als in Cordoba. Da haegen sich wohl auch immer zu viele Studenten ins Netz um Filme zu ziehen ;-) Bis denn.

Samstag, 26. Juli 2008

Corrrrrdoba

Live aus Cordoba... Das Thema Fussball moechte ich zu Anfang jedoch ausklammern, da ich 1974(1976?) noch Quark im Schaufenster war.

Mein erster Besuch in Buenos Aires war also kurz und schmerzlos. Ziehlich grosse Stadt, ganz schoen viel Verkehr und wild Autofahrer (ich weiss jetzt schon, was die Gruppe bei Facebook "I had a near death experience crossing the street in Buenos Aires" soll ;-)).
Gestern morgen haben wir BA erst einmal verlassen und sind mit dem Bus nach Rosario gefahren. Zuerst ein Wort zu den Ueberlandbussen hier: Hammer! Da kann sich die Lufthansa mal ne Scheibe abschneiden. Die Sitze sind Ledersitze und so breit wie in der Business Class. Ausserdem haben die Fussstuetzen, dass man sich fast lang legen kann. Super. Ab heute mein bevorzugtes Transportmittel auf laengeren Strecken.
Rosario selbst liegt etwa 300 km nordwestlich von BA. Es hat ne schoene kleine Kathetrale und ein etwas zu gross geratenes Monument fuer den "Designer" der argentinischen Flagge. Die Stadt liegt am Rio Parana und ist ganz nett, herrlich entspannt gegenueber BA.

Heute Mittag ging es dann weiter hierher, nach Cordoba (6 h mit dem Bus). Wir waren nun kurz in der Stadt um was zu essen. Leider eher naja... Wir hatten einen Hambuger. Ich dachte immer, die Fleischscheiben bei McDonalds waeren duenn, aber die hier muessen gebuegelt worden sein ;-)

Morgen gibts dann mehr ightseeing und hoffentlich mehr zu schreiben.
Neuer Versuch dann morgen

Donnerstag, 24. Juli 2008

Ankunft in Buenos Aires

Hello Deutschlaend,

so bin ich nun das erste Mal in Suedamerika! Nach einem etwas langweiligem 13-Stunde-Flug wurde ich von meinem Kumpel Enzo am Flughafen abgeholt. Zum Glueck, denn Buenos Aires ist doch etwas groesser...

Morgen machen wir uns auf den Weg ueber Rosario nach Cordoba. Von dort aus dann mehr... ;-)

Dienstag, 8. Juli 2008

Immunisiertes Reisen...

Gestern hab ich meinen ersten Impf-Zyklus angeschlossen. Aufgefrischt wurden Tetanus, Diphterie und Polio. Außerdem wurden noch Hepatitis A und B sowie dem Gelbfieber der Kampf angesagt. Und die Ärztin der staatlichen Impfstelle (und -beratung) meinte dann noch fürsorglich: "Aber wenn Sie in die Amazonas-Region möchten, dann nehmen Sie bitte noch die Malaria-Prophylaxe!" Ja was denn noch alles????
Halb Südamerika müsste demnach ausgestorben oder schwer krank sein. Mir fehlen jetzt natürlich Statistiken, die dies unterstützen könnten, aber wird bei den empfohlenen Impfungen und Prophylaxen nicht zu sehr übertrieben?!
Bewundernswert ist nach meiner Meinung demnach das Marketing der Pharma-Konzerne, die uns diese tollen Wundermittel zur Verfügung stellen. Der Impfstoff für Hepatitis A und B kostet schlappe 80 € - pro Impfung wohl gemerkt, von der man drei aufeinanderfolgende benötigt, um den "optimalen Schutz" (Packungsbeilage) zu gewährleisten. Gelbfieber ist mit 35 € geradezu ein Schnäppchen. Was also wirklich benötigt wird oder doch eher Kokolores ist, bleibt die Frage.
Eine kurze Diskussion mit meiner Freundin Sandra zeigt andere Formen der Immunisierung auf. Bei einem mehrwöchigem Indienaufenthalt verzichtetet sie mit ihrer Reisebegleitung auf die Malaria-Prophylaxe. Statt dessen gab es jeden Abend einen wohlschmeckenden Gin Tonic, der wirksam von innen desinfizierte. Beschwerden hatten die beiden keine, sondern letztlich einen tiefen Schlaf. Eine andere Bekannt hatte sich wohl für die Malaria vorbeugenden Tabletten entschieden - und erfreute sich über mehrere Tage an Kopfschmerzen, Durchfall und Müdigkeit. Also muss ich mich entscheiden: Bleib ich gesund bzw. minimiere das Risiko einer Erkrankung erheblich, aber verpass das Land, welches ich bereise, weil es mir bescheiden geht. Oder erlebe ich die fremde Kultur, setz mich einem Risiko aus (auch dazu wären Statistiken interessant) und nehme als Prophylaxe einen Sun-Downer?! Schwierige Entscheidung... ;-)
Vielleicht entwickeln findige Forscher demnächst einen Impfstoff für Pauschaltouristen, die vollkommen geschützt ferne Länder "entdecken" möchten, z.B. den Strand vorm Robinson Club in Varadero auf Cuba. Der würde dann wirksam vor den aufdringlichen Einheimischen, vor dem zu scharfen und fremd gewürzten Essen und der stickigen Hitze schützen. Ein Traum...
Ich hätte an die Forscher auch noch einen Wunsch: Immunisierung gegen Ignoranz und Dummheit...

Kommentare erwünscht....

Edit: Habe inzwischen gelesen, dass Malaria mit Chinin behandelt wird. Dies ist ein Hauptbestandteil von Tonicwasser, was mir den Sundowner noch sympatischer macht ;-)