Sonntag, 18. Januar 2009

Bariloche - die Schweiz Argentiniens

Und weiter ging´s... Mal wieder 18 Stunden Busfahrt, ueber Nacht und am Vormittag schon war man im Land seiner Traeume - der Schweiz. Naja, fast. In Bariloche (Offizieller Name: San Carlos de Bariloche). Das liegt im Inland Argentiniens, in den Anden, im Argentinischen Seengebiet. Deshalb hat die Umschreibung "die Schweiz Argentiniens" leider nichts mit den Steuerbedingungen zu tun, sondern ist eher ein landschaftlicher Bezug. Bariloche liegt am See Nahuel Huapi, der ein bisschen groesser ist als der Bodensee (meine Schaetzung). Umgeben ist es ebenso von hohen Bergen, auf die man im Sommer wandern und die man im Winter herunterwedeln kann.
Ausserdem haben Schweizer Einwanderer im 19. Jahrhundert auch die hohe Kunst der Schokoladenmanufaktur mit hierher gebracht, was in unzaehligen und ueberraschenderweise sehr guten Schokoladenlaeden resultiert (in Selbstverscuhen getestet).
Am ersten Tag bin ich dort gleich auf einen Berg gekrakselt (mit dem Sessellift fahren kann ja jeder). Von dort aus hat man einen tollen Blick ueber den Nahuel Huapi und einige andere Seen. Noch ein bisschen Sightseeing in der Stadt, etwas Essen vom Supermarkt und zurueck ging´s in Hostel. Das muss ich hier mal aussergewoehlicherweise nennen, weil es das mit Abstand beste Hostel war, in dem ich bisher war. Es wird von einem Neuseelaender und seiner argentinischen Freundin geleitet, die weiteren Mitarbeiter sind alle Argentinier und durchweg allesamt supernett und entspannt. Die Ausstattung des Hostels war super, von den Zimmern bis zur Kueche und der grosse Gemeinschaftsraum super zum Leute treffen. Im groessen und ganzen. klein, aber fein :-) Ein englisches Maedel und ihre Mutti (beider superwitzig) wollten ursprueglich 4 Tage bleiben, es waren dann letztendlich 17... Kann ich gut verstehen.
Am naechsten Tag ging es mit dem Fahrrad und einer Amerikanerin auf den Circuit Chico, einer 25 km langen Stecke um ein paar Seen und ein paar Berge hoch und wieder runter. Wir haben noch einen Abstecher in eine Schweizer Kolonie gemacht und uns dort am hiesigen Bier gestaerkt (isotonisch! ;-)).
Am dritten Tag bin ich zu einem Wasserfall und einem Aussichtspunkt an einem Nachbarsee gewandert, das hat mir fuer den Tag nach der anstrengenden Radtour (mir kam dabei wieder in den Sinn, warum ich Radfahren hasse) gereicht.
Dann musste ich leider weiter, da ich zu Weihnachten im Sueden Chiles sein musste. Ich hatte die Wahl zwischen einer relativ oeden, 2-taegigen Busfahrt oder dem teureren Flugzeug. Da aber gerade Weihnachtsgeld von zu Hause kam, fiel mir die Wahl nicht schwer :-)

Mit dem Flieger ging es dann in einem landschaftlich reizvollen Flug ueber die Anden und Seen nach El Calafate im Gletschergebiet...

Freitag, 9. Januar 2009

Puerto Madryn und Peninsula Valdez - die Wal-Heimat

Um der Selbstgeisselung neue Würze zu geben, bin ich von Buenos Aires aus Anfang Dezember dann mit dem Bus fuer 18 Stunden nach Puerto Madryn gefahren. Das liegt an der Ostküste Argentiniens, so ca. auf halber Stecke runter bis nach Feuerland. Dort treiben sich im Frühling und Anfang des Sommers die Southern Right Whales (ich weiss nicht, welche korrekte Bezeichnung die Wale im Deutschen haben) herum. Ich kam 5 Tage vor dem offiziellen Ende der Wal-Saison an, also waren leider nur noch 5 Muetter mit ihren Kälbern in der Bucht. Also ging es mit einem kleinen Whale-Watching Boot raus in die Bucht auf Wal-Suche. Nach einer halben Stunde haben wir dann auch welche gefunden, die neben unserem Boot geschwommen sind und haben auch fleissig Wasser aus dem letzten Loch gepfiffen... Nur springen wollte leider keiner. Die sind aber schon recht beeindruckend, wenn ein 15-Meter-Vieh neben einem auftaucht.
Dannach ging es weiter zu einem anderen Teil der Halbinsel, wo ein Kolonie von Magellan-Pinguinen nestet und ihre Kücken aufzieht. Ausserdem tummelten sich einige Robben und Seelöwen am Strand.

Die Tiere, die man dort bewundern kann, sind echt toll. Ansonsten gibt es dort leider nicht viel zu sehen. Die Landschaft ist eher dull, flach, mit etwas Gebüsch bewachsen. Und es gibt noch ein paar Walisische Siedlungen in der Naehe, in denen man Tee trinken und Scones mit Marmelade essen kann. Aufregend...

Also ging es weiter...

Feliz ano nuevo!

Ein gesundes neues Jahr!!!!

In den letzten Wochen war ich viel in Gegenden unterwegs, wo Internetverbindungen rar gesaet waren. Deshalb werde ich jetzt nach und nach alles Geschichten aufarbeiten...

Bis dahin...