Und weiter ging´s... Mal wieder 18 Stunden Busfahrt, ueber Nacht und am Vormittag schon war man im Land seiner Traeume - der Schweiz. Naja, fast. In Bariloche (Offizieller Name: San Carlos de Bariloche). Das liegt im Inland Argentiniens, in den Anden, im Argentinischen Seengebiet. Deshalb hat die Umschreibung "die Schweiz Argentiniens" leider nichts mit den Steuerbedingungen zu tun, sondern ist eher ein landschaftlicher Bezug. Bariloche liegt am See Nahuel Huapi, der ein bisschen groesser ist als der Bodensee (meine Schaetzung). Umgeben ist es ebenso von hohen Bergen, auf die man im Sommer wandern und die man im Winter herunterwedeln kann.
Ausserdem haben Schweizer Einwanderer im 19. Jahrhundert auch die hohe Kunst der Schokoladenmanufaktur mit hierher gebracht, was in unzaehligen und ueberraschenderweise sehr guten Schokoladenlaeden resultiert (in Selbstverscuhen getestet).
Am ersten Tag bin ich dort gleich auf einen Berg gekrakselt (mit dem Sessellift fahren kann ja jeder). Von dort aus hat man einen tollen Blick ueber den Nahuel Huapi und einige andere Seen. Noch ein bisschen Sightseeing in der Stadt, etwas Essen vom Supermarkt und zurueck ging´s in Hostel. Das muss ich hier mal aussergewoehlicherweise nennen, weil es das mit Abstand beste Hostel war, in dem ich bisher war. Es wird von einem Neuseelaender und seiner argentinischen Freundin geleitet, die weiteren Mitarbeiter sind alle Argentinier und durchweg allesamt supernett und entspannt. Die Ausstattung des Hostels war super, von den Zimmern bis zur Kueche und der grosse Gemeinschaftsraum super zum Leute treffen. Im groessen und ganzen. klein, aber fein :-) Ein englisches Maedel und ihre Mutti (beider superwitzig) wollten ursprueglich 4 Tage bleiben, es waren dann letztendlich 17... Kann ich gut verstehen.
Am naechsten Tag ging es mit dem Fahrrad und einer Amerikanerin auf den Circuit Chico, einer 25 km langen Stecke um ein paar Seen und ein paar Berge hoch und wieder runter. Wir haben noch einen Abstecher in eine Schweizer Kolonie gemacht und uns dort am hiesigen Bier gestaerkt (isotonisch! ;-)).
Am dritten Tag bin ich zu einem Wasserfall und einem Aussichtspunkt an einem Nachbarsee gewandert, das hat mir fuer den Tag nach der anstrengenden Radtour (mir kam dabei wieder in den Sinn, warum ich Radfahren hasse) gereicht.
Dann musste ich leider weiter, da ich zu Weihnachten im Sueden Chiles sein musste. Ich hatte die Wahl zwischen einer relativ oeden, 2-taegigen Busfahrt oder dem teureren Flugzeug. Da aber gerade Weihnachtsgeld von zu Hause kam, fiel mir die Wahl nicht schwer :-)
Mit dem Flieger ging es dann in einem landschaftlich reizvollen Flug ueber die Anden und Seen nach El Calafate im Gletschergebiet...
Sonntag, 18. Januar 2009
Bariloche - die Schweiz Argentiniens
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