Es ist 9 Uhr morgens. Ich bin etwas geraedert, aber eigentlich ganz fit. Die letzte Nacht hab ich im Bus verbracht. Um Mitternacht ging dieser von Cordoba nach Tucuman. 8 Stunden. Naja, es waren nur 7,5. Und da wir noch friedlich in unseren Sitzen schlummerten, hat uns dann der freundliche Busfahrer mit "Vamos, amigos. Tucuman!" geweckt...
Noch ein paar Worte zu Cordoba. Nach dem anfaenglich eher nicht so tollen Eindruck, finde ich die Stadt nun sehr schoen. Am Sonntag hat Enzo ewig geschlafen (er hatte am Abend eine Flasche Bier getrunken - nur dass es hier Bier gleich in 1,5 Liter-Flaschen gibt...). Also hab ich mir meine Kamera geschnappt und bin alleine ins Staedtchen (etwas ueber 1 Mio. Einwohner, zweitgroesste Stadt in Argentinien). Das war eine suer Idee (=Findefuchs ;-)). Es war strahlend blauer Himmel und wenige Menschen unterwegs. Cordoba hat in der Innenstadt tolle koloniale Architektur. Viele Kirchen (ich glaube, so um die 5 oder 6), eine Kathedrale nd eine traumhaft schoene Uni. Diese ist die aelteste des Landes und wohl auch die rennomierteste in Suedamerika.
Nach der Rueckkehr ins Hostel sind wir dann (zu zweit), nach ein paar Empanadas (gefuellte Teigtaschen) zur Staerkung, nach Nuevo Cordoba (Neu Cordoba). Dort gibt es auch ein paar sehr schoene Kolonialbauten, eine grosse Kirche, ein Kunstmuseum und einen grossen Park. Mit platten Fuessen, aber nach einen echt tollen Tag, sind wir dann wieder ins Hostel und haben gekocht - allerdings shon um halb 8. Der "gemeine" Argentinier pflegt gegn 10 zu abend zu essen... Im Hostel haben wir ein paar nette Australier kennengelernt. Das war ganz nett, weil es komischerweise (aber auch angenehmerweise) recht wenige auslaendische Rucksackreisende gibt. Ich werde, gerade in Zentralargentinien und hier im Norden, wegen meines hellen Teints (und warscheinlich auch wegen meines grossen Rucksacks) oft angestarrt (und natuelich wegen meines rotglaenzendem Fell ;-)). Wenn man sich die einschlaegige Backpacker-Literatur durchliest, scheint es immer, als waere das hier das Normalste und die Leute sind dran gewoehnt. Kann ich jetzt nur sagen: sind sie nicht. Aber wir finden trozdem immer shoene Hostels, die zum Teil noch 10mal besser sind als die in Australien.
So, nun sind wir in Tucuman, nochmal noerdlicher von Cordoba, und wir naehern uns langsam Bolivien. Im Moment ist es leider bedeckt. Wo Enzo ist, weiss ich auch nicht. Er hatte Hunger, also ist warscheinlich auf der Suche nach Essen (er ist eigentlich immer auf der Suche - entweder nach Essen oder einem Klo...). Also heisst's jetzt erstmal Fruehstueck und dann schaun mer mal, was die Stadt so zu bieten hat :-)
Ich werd heute abend mal versuchen, ein paar Fotos hochzuladen, falls ich die Moeglichkeit dazu habe. Hier schein das Intenet etwas schneller als in Cordoba. Da haegen sich wohl auch immer zu viele Studenten ins Netz um Filme zu ziehen ;-) Bis denn.
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