Hola chicos!
Die Schlaflosigkeit von Cordoba hat sich wieder gelegt und wir sind weiter durch die Lande gereist. Von Cordoba aus sind wir am naechsten Tag nach Alta Gracia, einem Oertchen in den umliegnden Bergen. Dort hat Ernesto "Che" Guevara einen Grossteil seiner Kindheit verbracht, also haben wir uns das dort befindliche Museum angeschaut. War sehr interessant und wir haben Aspekte erfahren, die wir ueber ihn noch nicht wussten (z.B. dass er zweimal verheiratet war und insgesamt 5 Kinder hat: dass er auch im Kongo gekaempft hat usw.). Ausserdem gibt es in dem Ort noch eine alte Jesuitenmission, die zum Weltkulturerbe gehoert.
Dann ging es am Abend mit dem Bus ueber Nacht von Cordoba nach San Juan, weiter nach Westen. Dort angekommen waren wir hundemuede. Zum Glueck konnten wir schon in ein Hotel einchecken und haben uns erstmal ausgeschlafen. Verpasst haben wir sowieso nichts, da die Stadt von Mittag bis ungefaehr um 5 eine Siesta pflegt... Und in der Stadt selbst gibt es auch nichts zu sehen. Sie wurde vor ca. 60 Jahren durch ein Erdbeben dem Erdboden gleich gemacht und Praesident Peron hat sich durch den Weideraufbau ein paar Waehlerstimmen verdient. Aber halt leider nicht sehr schoen gebaut.
Am naechsten Morgen ging es zeitig los in Richtung des Nationalparks Ischigualsto. Der liegt nochmal vier bis fuenf Fahrstunden noerdlich von San Juan. Zusammen mit einem schweizer Paerchen hatten wir einen etwas dullen Fahrer erwischt, der nicht mal wusste, wie man die Motorhaube oeffnet, als der Wagen ueberhitzte. Aber wir sind gut hin- und zurueckgekommen und haben im Park interesante Steinformationen und die aeltesten Saurierskelette der Welt bewundert (mehr als 250 Mio. Jahr alt).
Am naechsten Vormittag ging es ein Stueck suedlicher (nur 3 Fahrstunden) nach Mendoza, dem Hauptweinanbaugebiet in Argentinien. Auch diese Stadt ist leider sterbenslangweilig, also haben wir am Nachmittag eine Weinprobe gemacht und uns die Stadt interessant getrunken ;-)
Umso spektakulaerer jedoch die Fahrt am naechsten Tag nach Santiago de Chile! Auch hier wieder ein Kamikaze-Fahrer und ein Bus kurz vorm Reifenplatzer. Aber wir sind auch wieder gut angekommen. Sechs Stunden Busfahrt durch atemberaubende Anden. Zunaechst vorbei am hoechsten Berg der westlichen Hemisphere, dem Aconcagua (6.900 m), dann weiter durch schroffe Taeler mit wilden Fluessen (super zum Rafting), schliesslich ueber einen hohen Pass am Fusse des Aconcagua nach Chile und durch malerische Taele wieder runter nach Santiago de Chile.
Heute haben wir in der Stadt ein bisschen Sightseeing gemacht. Leider streikt im Moment aber der oeffentliche Dienst, so dass die Museen und einige Parks geschlossen sind. Morgen wollen wir nach Valparaiso, ein schoenes Staedtchen am Meer. Und am Mittwoch geht's wieder heim - fuer Joerg nach Bonn, fuer mich nach Buenos Aires. Mehr von dort...
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