Mittwoch, 27. August 2008

Buenos Aires und die Sprache. Oder: No hablo español.

¡Hola amigos! (hihi, jetzt hab ich hier die ganzen lustigen Zeichen auf der Tastatur. Kostprobe: ¡¿ñÑçǨüäö¬ --> uebrigens wird das @ in Lateinamerika mit der sinnigen Tastenkombination ALT+64 aufgerufen...)
Also hallo aus BA wieder. Ich besuche nun seit 3 Tagen die Sprachschule, also meinen Vorwand, warum ich nach Suedamerika gekommen bin ;-) Die Schule ist sehr klein, wie die meisten Sprachschulen hier in BA. Man kann sich das raeumlich eher wie eine Wohnung vorstellen, in die mehrere temporaere Waende eingezogen worden sind. Ich fange jeden Morgen um 9 Uhr mit einer Stunde Individualunterricht bei Silvia an. Sie ist Deutschlehrerin an einer Schule und hat auch deutsche Vorfahren (sie ist die 3. Generation hier). Dannach habe ich 4 Stunden Gruppenunterricht. Im Moment besteht die Gruppe nur aus mir, was natuerlich super ist. Die ersten beiden Stunden unterrichtet mich Maria José. Der Name ist lustig, weil ich in der ersten Stunde geglaubt habe, er waere Maria Rosa. Sie hatr mir dann aber erklaert, dass Maria José ein Frauenname ist, und José Maria ein Maennername... Ah ja... Sie ist auf jeden Fall voll lustig und im Moment schwanger. Danach habe ich eine Stunde Mittagpause, in der ich entweder was Essen gehe oder versuche, von der Bank Geld zu bekommen. Am Bankautomat bekommt man pro Tag max. 300 Pesos; das sind gerade mal so 75 €. Dabei muss man bedenken, dass jede Abhebung mit der EC-Karte 5 Euro Gebuehren in Deutschland kostet (Danke, Postbank). Also hole ich mir immer Auszahlungen ueber die Kreditkarte. Das macht hier in Argentinien nur die Banco Nacional, und auch dort hat man ein Tageslimit (max. 1.000 Pesos). Also etwas anstrengend, wenn man z.B. die Sprachschule auf einmal fuer den gesamten Zeitraum bezahlen moechte.
Nachmittags habe ich dann nochmal 2 Stunden, diesmal bei Veronica. Sie ist auch sehr nett und gestern gerade 30 geworden. Sie weiss noch nicht, ob sie darueber lachen soll oder doch weinen ;-)
Auf jeden Fall ist der Unterricht sehr interessant. Sie haben mit mir mehr oder weniger wieder bei den Grundlagen angefangen, was super als Wiederholung ist, da ich doch schon sehr sehr viel vergessen habe. Ich bekomme auch jeden Tag Hausaufgaben. Nachdem mich Veronica am zweiten Tag gefragt hat, ob ich meine Hausaufgaben geschafft haette, und ich geantwortet habe "Natuerlich, ich bin doch Deutsche!", muss ich diese wohl jetzt immer erledigen...
Gestern bin ich auch aus dem Hostel ausgezogen. Die Schule kennt eine Dame, die ein Zimmer in ihrer Wohnung vermietet. Bei der bin ich dann gestern eingezogen. Sie ist sehr nett, hat frueher mal in Italien und in Spanien gelebt und spricht auch ein paar Brocken Englisch. Also hab ich jetzt mein eigenes Zimmer und ein kleines Fruehstueck gibt´s noch dazu. Die Kueche kann ich auch nutzen und das Wohnzimmer ist der allgemeine Treffpunkt (bis Freitag wohnt noch ein junger Mann aus London mit in der Wohnung). Die Wohnung ist sehr gut gelegen, etwas noertlich des Zentrums (in Barrio Norte, fuer die Ortskundigen). Die Direktorin der Schule meinte zu mir "Es ist sehr gefaehrlich dort - es gibt massig Schuh- und Klamottenlaeden!". Ausserdem hab ich noch mehrere Konditoreien und zwei Chocolaterias entdeckt...
In der Wohnung bleibe ich 1,5 Wochen, dann ziehe ich in eine WG mit anderen Sprachschuelern in ein Viertel etwas suedlich des Zentrums. Die Wohnung hatte mir auf Anhieb gefallen, so dass ich dort unbedingt hin wollte (ein Zimmer wird aber erst in 1,5 Wochen frei).
Also werde ich in den naechsten Tagen die Moeglichkeiten hier in Barrio Norte mal nutzen... ;-) Notfalls muss ich dann schon mal Pakete nach Deutschland vor schicken...

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